Unser Deal mit dem Teufel

30 Jun 2020 | Thomas Schlenkhoff

Franz Xaver Steifensand (1809–1876) Stahlstich nach einer Zeichnung von Jacques Alfred van Muyden (1818-1898) - Goethe, Faust, zweiter Teil. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta´scher Verlag 1840 (Goethes Werke Band 12)

Wir sind in mehreren proprietären Netzwerken vertreten, auch wenn wir deren Arbeitsweise und deren Tracking ablehnen. Warum und wie genau nutzen wir dann Facebook, Twitter, LinkedIn & Co.?

Als Staufener (DIE Fauststadt) kam ich nicht umhin, einen wunderbaren, gemeinfreien Stich zur Illustration auszuwählen.

Warum dieses Geschäft mit Mephisto?

Das Gardion VPN ist ein Produkt für Menschen, die das Internet sicher und privat nutzen wollen. Die (a)sozialen Netzwerke haben als Geschäftsmodell die Werbevermarktung gewählt. Deshalb sammeln sie möglichst viele Informationen über ihre Nutzer, um diese dann meistbietend an Werbetreibende zu verhökern. Soziale Netzwerke, die stattdessen auf einen monatlichen Mitgliedsbeitrag gesetzt haben, haben es nie zu einer relevanten Größe gebracht.

Das sagt viel über uns als Konsumenten aus, soll aber nicht Gegenstand dieses Artikel sein. Wir, das Gardion Team, sind Überzeugungstäter was das Thema Autonomie im Internet betrifft. Trotzdem müssen wir anerkennen, dass große Teile der Internetnutzer viel Zeit in den sozialen Medien verbringt. Um diese Menschen dort abzuholen, für Gardion zu gewinnen, und über die Probleme der Netzwerknutzung aufzuklären, dafür nutzen wir unsere Präsenz in den sozialen Medien.

Dabei gelten ein paar wichtige, im Folgenden dargelegte Grundregeln. Damit vermeiden wir zuverlässig, dass unsere anderen Nutzer in den „Tracking-Sog“ der Netzwerke gelangen.

Details der Integration

Der Grundgedanke hinter unserer Integration ist, dass Menschen die sich auf bspw. Facebook bewegen und dort posten, liken und kommentieren, sich mit dem Tracking dort arrangiert haben. Für diese Nutzer setzen wir dann auch nur das Facebook Tracking und die Facebook-Werbung ein. Das gleiche gilt für Google-Ads oder LinkedIn-Werbung. Immer dann, wenn ich mich sowieso schon in getrackten Bereichen befinde, können wir auch—ohne größeren Schaden anzurichten—das jeweils Netzwerk-eigene Tracking einsetzen. Interessenten die von Facebook kommen dürfen und werden nicht in Kontakt mit dem Tracking-Code von LinkedIn kommen. Und—ganz wichtig—Menschen die über keines dieser Netzwerke bei uns landen, kommen mit keinem dieser externen Tracker in Kontakt.

Gardion-eigenes Tracking?

Was und wie genau beobachten wir? Mit unserem hauseigenen Tracking kommen alle Interessenten und Kunden von Gardion in Kontakt. Was wir genau sammeln haben wir in unserer Datenschutzerklärung ausführlich erläutert.

Deswegen hier nur in aller Kürze: Wir sammeln so wenig Daten, dass wir noch nicht mal ein Einverständnis von den Nutzern für Cookies benötigen. Wir sehen die Eckdaten der Nutzung und manchmal von welcher Webseite die Nutzerin kommt. Sollte sie allerdings Gardion verlassen und uns wenige Minuten später wieder besuchen, ist sie eine ganz neue Nuttzerin für uns. Wir können keinen Bezug zwischen mehreren getrennten Besuchen herstellen. Dieses Minimum an Daten brauchen wir, um unsere Website zu optimieren und zu verstehen, welches Marketing funktioniert und welches nicht.