Browser-Vergleich 2021 | Den passenden Browser finden

Browser sind das wichtigste Internet-Werkzeug. Neben Chrome und Internet Explorer gibt es noch deutlich bessere und privatere Browser.

Stand: October 2021

Browser

Einen Browser nutzt jeder, der Webseiten im Internet besucht. Kurz gesagt handelt es sich dabei um ein Programm, dass mithilfe eines grafischen Interfaces Inhalte aus dem Internet darstellen kann. Das umfasst neben Websites auch Dokumente und anderen Dateien. Mithilfe dieses Browsers können Sie auf Websites einfach navigieren. Technisch gesehen ist der Browser ein Client-Programm, dass Webserver kontaktiert. Danach stellen Sie die Website dar, die ihnen der Server schickt. Dazu wird in den meisten Fällen das Übertragungsprotokoll HTTP genutzt, welches in der Eingabeleiste des Browsers zu sehen ist. Aufgrund dieser elementaren Funktion sind Browser häufig Angriffen ausgesetzt und benötigen in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdates. Da über den Browser Webinhalte abgerufen werde, ist es besonders wichtig einen sicheren Browser zu nutzen. Das gilt für Angriffe von außen, aber auch für den Browser selbst. Vertrauen in den Browser-Anbieter ist besonders wichtig, da diese im Zweifelsfall Daten über alle angesurften Webseiten haben könnten. Hier wollen wir Ihnen eine Auswahl an vertrauenswürdigen und sicheren Browser-Anbietern geben und einige der bekanntesten Browser vorstellen.

Mozilla Firefox

https://restoreprivacy.com/firefox-privacy/

Der 2002 veröffentlichte Webbrowser Mozilla Firefox gehört zu den drei am meisten genutzten weltweit. Mittlerweile gibt es sogar eine mobile Version für Smartphones. Mozilla Firefox ist freie Software. Sie wird veröffentlicht unter GNU General Public License, der am weitesten verbreiteten Lizenz für freie Software. werden weder die besuchten Seiten gespeichert, noch andere Daten, die beim Surfen anfallen. Außerdem werden in diesem Modus Inhalte blockiert, die Nutzer über mehrere Seiten hinweg verfolgen können. Diese Daten können außerdem durch das Löschen der Chronik auch im Standard-Modus gelöscht werden. Außerdem schützt Firefox seine Benutzer vor Phishing und Malware. Dazu werden die besuchten Webseiten und die Signaturen von Programmen, die der Nutzer heruntergeladen hat mit verdächtigen Seiten und Dateien verglichen. Genutzt wird dazu eine lokal gespeicherte Liste in Firefox, die standardmäßig von Google gespeist und halbstündig aktualisiert wird. Darüber hinaus kann der Nutzer Firefox nach seinen Wünschen gestalten. Der Browser bietet eine große Zahl an zusätzlichen Add-ons, mit denen die Sicherheit weiter erhöht werden und die Nutzung bequemer gemacht werden kann.

Ein Hinweis zu Add-ons ist angebracht, wenn Sie ihren Browser konfigurieren möchten. Mehr ist nicht immer besser. Bei vielen Add-ons besteht die Gefahr aus der Menge der Browser-Nutzer herauszustechen. Dies eröffnet das Risiko des sog. Browser Fingerprintings.

Exkurs: Problem Browser Fingerprinting

Trotz Sicherheitsvorkehrungen gibt es Möglichkeiten Nutzer im Internet zu identifizieren. Möglich wird dies unter anderem durch Browser Fingerprinting. Wann und wo auch immer ein Nutzer ins Internet geht, sendet der Computer sehr spezifische Informationen an die besuchten Seiten. Dazu zählen neben Betriebssystem auch Browser-Einstellungen und Informationen über das Gerät selbst. Je mehr Einstellungen also verändert werden und je mehr Add-ons genutzt, desto größer ist die potenzielle Menge an Informationen, mit denen ein Nutzer identifiziert werden kann. Auf lange Sicht kann diese Methode der Identifizierung extrem effektiv sein. Das Fingerprinting und die Identifizierung von Personen online ist für verschiedene Parteien relevant. Werbefirmen nutzen es, um möglichst viele Informationen über ihre Kunden zu sammeln. Wie viele Informationen ihr Browser ins Internet sendet, können Sie auf dieser Website prüfen: https://www.deviceinfo.me/

Was hilft gegen Fingerprinting?

Sie können in Mozilla Firefox ihren Browser selbst konfigurieren. Dazu tippen Sie in die Adressleiste about:config. Firefox weißt dann darauf hin, dass die manuelle Veränderung dieser Einstellungen die Leistung oder Sicherheit des Browsers ändern kann. Dem muss zugestimmt werden. Dann tippen Sie privacy.resistFingerprinting in die Adresszeile. Dies kann nun bestätigt werden, indem Sie die dann erscheinende Einstellung von false to true ändern. In diesem Modus können noch viele weitere Einstellungen getroffen werden. Eine Übersicht darüber gibt es hier: https://restoreprivacy.com/firefox-privacy/

Sicherheit Elementare Sicherheitseinstellungen können Sie unter der Rubrik „Datenschutz und Sicherheit“ vornehmen. Es gibthier Möglichkeit die Sicherheitseinstellungen grob zu regeln. Sie können wählen zwischen „Standard“, „Streng“ und „Benutzerdefiniert“. Wenn Sie die strenge Einstellung wählen besteht die Gefahr, dass manche Inhalte nicht mehr korrekt angezeigt werden. In der Praxis hat dies jedoch wenige Auswirkungen. Außerdem ist es möglich hier den Schutz vor Aktivitätsverfolgung „Immer“ zu aktivieren. Darüber hinaus können Sie Firefox nutzen, um ihre Passwörter zu verwalten. Mehr Informationen bekommen Sie [hier]. Auch Cookie-Einstellungen können hier vorgenommen werden. Dabei empfiehlt es sich aber vorsichtig vorzugehen, da deaktivierte Cookies die Funktionsfähigkeit und das Anzeigen mancher Seiten beeinträchtigen. Ebenfalls im „Datenschutz und Sicherheit“ Menü gibt es die Möglichkeit Mozilla das Sammeln von Telemetriedaten zu untersagen. Diese befindet sich unter dem Punkt „Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung“.

Zusammenfassung: Mozilla Firefox ist der beste All-around Browser. Wahrscheinlich hat ihn jeder schon einmal genutzt. Wir haben Ihnen hier nun gezeigt, wie Sie zusätzliche Einstellungen vornehmen können, um die Sicherheit zu erhöhen. Natürlich ist aber auch Firefox nicht vor Kritik gefeit. Die Mozilla Foundation, die den Browser betreibt wurde lange von Google gesponsert und hatte die Suchmaschine als Standard eingestellt. Seit 2017 besteht ein neuer Vertrag zwischen Google und Mozilla. Dennoch würden wir Mozilla Firefox uneingeschränkt empfehlen.

Microsoft Edge

Microsoft Edge ist der Nachfolger des berühmt berüchtigten Internet Explorers. Er kommt seit 2015 vorinstalliert auf allen Windows Geräten. Veröffentlicht wurde er zusammen mit dem neuen Betriebssystem Windows 10. Dennoch wird er selten genutzt und kommt Stand 2021 nur auf 8% Nutzungsanteil. (https://gs.statcounter.com/browser-market-share/desktop/worldwide/#monthly-202102-202102-bar) Aus technischer Sicht basiert der Browser mittlerweile, wie viele andere auf Chromium. Früher hatte Mircosoft eine eigene Browser Engine genutzt, die extra für Edge entwickelt wurde. Seit 2017 greift der Browser nun auf Google zurück. Chromium steht als Open Source Sofware frei zur Verfügung. Dies bietet den Vorteil für Nutzer, die es unkompliziert mögen, das nun auch die Add-ons für Chromium in Edge funktionieren. Auf der anderen Seite bietet diese Einbindung von Google auch Angriffspunkte für Kritiker. So wird damit der Marktanteil von Google noch einmal gesteigert. Der Google Chrome Browser wird mit Abstand am häufigsten genutzt. Mit dieser Einbindung kommen nun die Edge NutzerInnen faktisch zu Google hinzu und erweitern die Vormachtstellung. Unter anderem hat dies der Chef der Mozilla Foundation beklagt. (https://blog.mozilla.org/en/mozilla/goodbye-edge/) Die endgültige Einstellung des Edge Browsers ohne Chrome, kam dieses Jahr im März.

Nutzbar ist der Browser unter Windows, Linux und auch auf macOS. Mobile Versionen gibt es für iOS und Android.

Bei der Desktopversion von Edge befindet sich auf der Seite eine Suchleiste. Darüber werden Suchergebnisse von Bing ausgespielt. Darunter befindet sich ein Feed, mit einem Mix aus Nachrichten und Anzeigen, den Microsoft als relevant für den/die jeweilige NutzerIn einstuft. (Dabei handelt es sich zum größten Teil um Content, wie man ihn etwa von Startseiten wie GMX oder ähnlichem kennt.) Einer der größten Kritikpunkte am Internet Explorer war in der Vergangenheit dessen Geschwindigkeit. Der Browser hatte den Ruf extrem langsam zu sein. Dies hat sich mit Microsoft Edge geändert und die Performance wird ähnlich gut wie die von Chrome gewertet. (https://www.spiegel.de/netzwelt/web/chromium-edge-so-schlaegt-sich-der-neue-microsoft-browser-im-test-a-545646f6-583c-45c1-b498-64f1147f7498)

Sicherheit

Für die Bewertung legen wir aber besonderes Augenmerk auf die Sicherheit. Auch bei Edge ist es möglich die Privatsphäre Einstellungen selbst zu treffen. Dabei lässt sich zwischen den Möglichkeiten „Einfach“, „Ausgewogen“ und „Streng“ wählen. Dabei werden dann unterschiedliche Mengen von Trackern blockiert. Es lassen sich zu diesen Einschränkungen aber auch Ausnahmen vornehmen. Hier ist Edge Firefox und Chrome sehr ähnlich. Es lässt sich auch einsehen, welche Tracker blockiert worden sind.

Kritisch wird es beim Thema Windows Telemetrie Daten. Microsoft behält sich vor Daten zu Fehlermeldungen und Kennzahlen zu erheben. Dies geschieht nach eigener Aussage anonymisiert. Aufgrund von massiven Drucks von Datenschützern, die dies als nicht vereinbar mit europäischem Datenschutzrecht sehen, können Firmenkunden diese Funktion komplett abschalten. (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-Microsoft-gibt-Uebermittlung-von-Telemetriedaten-neue-Bezeichnungen-4678330.html)

An der Anonymisierung der Daten und dem tatsächlichen Umfang bestehen erheblich Zweifel. So werden die Daten zum einen nicht verschlüsselt und es wird die eindeutige Account ID übertragen. Das Magazin Future Zone berichtete 2019, dass sogar alle eingegebenen URLs erfasst würden. (https://www.futurezone.de/digital-life/article226617855/Finger-weg-von-diesem-Microsoft-Browser-Er-hat-diesen-gefaehrlichen-Nachteil.html)

Darüber hinaus muss erwähnt werden, dass Microsoft erneut negativ dadurch auffällt das Ändern des Standard Browsers (bei Windows Geräten ist das Edge) zu erschweren.

Zusammenfassung:

Edge ist deutlich besser als sein Vorgänger, der Internet Explorer und schneidet in Tests gut ab. Seit diesem Jahr gibt es nur noch Support für die neue Chrome-basierte Version. Dennoch raten wir von der Nutzung ab. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht möglich für Privatnutzer die Windows Telemetriedaten abzuschalten. Sie können dies aber mit dem Gardion Filterset blockieren. Die Telemetriedaten allein sind aber Grund genug Edge nicht zu empfehlen.

Chromium

Chromium ist die Open-Source Variante von Google Chrome. Ein großer Teil seines Quelltexts wird auch bei Chrome verwendet. Chrome basiert auf Chromium. Allerdings wird Chromium mit der BSD-Lizenz quelloffen zur Verfügung gestellt. Google ist nicht die einzige Firma, die an der Entwicklung und Bereitstellung von Chromium beteiligt ist. Darüber hinaus leistet zum Beispiel auch Mozilla einen Beitrag. Chromium steckt in Teilen in vielen weiteren Browser, wie zum Beispiel dem neuen Microsoft Edge. Chromium ist als fertiger Browser für den Endnutzer erst seit kurzem verfügbar. Zuvor war der Browser nur für Entwickler gedacht und es gab keinen Installer. Nutzer mussten selbst auf den Quelltext zurückgreifen, um Chromium zu nutzen. Das hat sich allerdings geändert und Chromium ist nun zum Download verfügbar. Wie bei allen anderen Browsern ist es auch hier wichtig darauf zu achten immer die neueste Version zu nutzen. Google ändert den Quellcode von Chromium beinahe täglich.

Im Gegensatz zu Chrome hat Chromium weniger Features. So ist zum Beispiel kein Flash Player integriert. Dies sorgt aber für zusätzliche Sicherheit, da auch weniger Tracking Reports zum Nutzerverhalten erstellt werden.

Wer einen Browser komplett unabhängig von Google haben möchte, kann sich entweder nach Alternativen umschauen oder eine spezielle Version von Chromium nutzen. Auf github gibt es eine ungoogled-chromium. Dort ist der Quelltext für einen Chromium Browser veröffentlicht, der keine Verbindung zu Google mehr hat: https://github.com/Eloston/ungoogled-chromium Für Experten, die den Chromium-Dienst nutzen wollen, ohne dass sie dabei auf Google-Dienste zurückgreifen ist dies eine Alternative. Für die Nutzung dieser Alternative benötigt es aber etwas Know-how. Nutzer, die sich dafür interessieren, können wir dies empfehlen. Nutzer, die lediglich einen guten und sicheren Browser möchten, sind mit Chromium schon gut bedient.

Fazit_ Chromium ist eine Open-Source-Software, auf dessen Quellcode neben Chrome auch viele andere Browser beruhen. Der Browser ist einfach und benutzerfreundlich gehalten. Wenn Sie einen einfachen, sicheren Browser suchen, der deutlich weniger Daten an Google sendet als Chrome, sind Sie bei Chromium an der richtigen Adresse. Wer mit Google überhaupt nichts zu tun haben möchte, kann sich an ungoogled-chromium versuchen.

Brave: Brave ist ein auf Sicherheit ausgelegter Browser, der ebenfalls auf Chromium basiert. Er ist im Gegensatz zu etwa Epic aber quelloffen. Initiator und CEO ist Brendan Eich. Er war für kurze Zeit 2014 CEO der Mozilla Foundation. Die Nutzerzahl hat 2021 laut eigener Angabe des Unternehmens 25 Millionen erreicht. Seit diesem Jahr ist außerdem die grüne Suchmaschine Ecosia in den Browser integriert.

Sicherheit

Brave blockt automatisch Werbung und Tracker. Außerdem schützt er vor Fingerprinting und hat einen eingebauten Script-Blocker. Dieser verhindert die Weitergabe von Daten. Leider hat Brave 2019 begonnen eigene Werbung zu schalten. Mit dieser Werbung wird teilweise die ursprüngliche Werbung überdeckt. Nutzer haben also weiterhin Werbung auf den besuchten Seiten. Das Geld daraus fließt aber auch Brave und nicht komplett die Seitenbetreiben. Diese eigene Werbung ist nicht dazu da Nutzer:innen zu tracken. Sie kommt vom eigenen Dienst Brave Rewards. Das Endergebnis ist also weiterhin Werbung, aber von einer anderen Stelle. Das Geld dafür geht nur zu 70% an die Seitenbetreiber. Gegen dieses Konzept gingen vor allem amerikanische Nachrichtenseiten heftig vor. Dies zerstöre deren Geschäftsmodell. [https://www.cnet.com/tech/services-and-software/newspapers-to-brave-browser-dont-mess-with-our-ads-or-else/]

2020 wurde ein weiterer Skandal öffentlich. Der Browser machte Geld mit Affiliate Links. Dabei wurde beim Besuch einer Seite für den Verkauf von Kryptowährungen Tags an die URL an. Damit konnten die Seitenbetreiber identifizieren woher die Besucher:innen kamen. Bei einem abgeschlossenen Kauf bekam Brave einen Anteil als Provision. Dieses Vorgehen sorgte zurecht für große Empörung. Mittlerweile ist das Feature deaktiviert. [https://www.chip.de/news/Brave-Browser-Skandal-Jetzt-gibt-es-ein-Update_182759300.html]

Zusammenfassung

Die Versprechungen von Brave sind verheißungsvoll. Allerdings hat sich dieser Anbieter in den letzten Jahren einige Verfehlungen geleistet. Die Skandale um das Geschäftsmodell von Brave passen nicht zum Image, das die Firma verbreiten möchte. Vertrauenswürdig scheint es nicht. Auf der einen Seite wirbt die Firma mit Datenschutz und auf der anderen Seite versuchte man mit den Daten der Nutzer Geld zu verdienen. Dies ist mittlerweile nicht mehr der Fall und Brave hat sich entschuldigt. Ob Sie Brave nutzen möchten, sollten Sie sich aber trotzdem gut überlegen.

Epic: Auch Epic ist ein Browser, der besonderes Augenmerk auf Privatsphäre legt. Epic basiert auf Chromium und kommt aus Indien. Er wurde 2013 von der Firma Hidden Reflex entwickelt und ist einer der ersten Browser aus Indien. Der Browser bietet standardmäßig einige Erweiterungen, wie einen Chat- oder Mail Client. Technisch gesehen ist er also den anderen Browsern, die ebenfalls auf Chromium basieren sehr ähnlich.

Sicherheit:

Der Browser ist so programmiert, das sämtliche Verbindungen zu Google oder den anderen an Chrome beteiligten Unternehmen gekappt sind. Damit sind natürlich viele der Features von Google Chrome nicht vorhanden. Zum Beispiel automatisches Ergänzen von Suchergebnissen oder in der Browserleiste. Epic löscht direkt nach dem Schließen des Browsers sämtliche gespeicherten Cookies, den Cache und den Verlauf. Außerdem kann man mit einem einfachen Klick einen Proxyserver hinzuschalten, der die eigene Identität verschleiert. Dieses Feature schaltet sich automatisch ein, wenn eine Suchmaschine genutzt wird. Ein Tracking- und Ad-Blocker sind im Browser ebenfalls schon vorinstalliert. Allerdings gibt es auch hier Kritikpunkte. Der Browser ist nicht Open-Source basiert. Wie weit die Chromium-Implementierung wirklich komplett ohne Google auskommt, ist fraglich. Dies lässt sich auch nicht nachprüfen. Kostenlose Proxys werden oft genutzt, um Daten der Nutzer zu sammeln und sollten daher mit Vorsicht genossen werden.

Zusammenfassung

Epic ist sozusagen eine sehr reduzierte Version von Google Chrome. Es werden keine Fehlerberichte gesandt oder Daten erhoben, die Google normalerweise nutzt um seinen Dienst zu verbessern. Das hat aber natürlich auch zur Folge, dass eventuelle Probleme und Fehler nicht automatisch gemeldet und gefixt werden. Die Möglichkeiten, die der Browser für Datensicherheit bietet sind enorm. Allerdings sind Proxy Server mit Vorsicht zu genießen und unterscheiden sich von VPNs. [https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/vpn-anbieter/was-ist-vpn-wissen/unterschied-proxy-vpn-server-erklaerung/] Die Frage ist daher, ob sie dem Browser vertrauen möchten. Falls hier Unsicherheit besteht, sollten Sie ihn nicht nutzen.

Safari

Safari ist der Standard-Browser bei Apple Geräten. Er wird auch von Apple Inc. selbst programmiert und ist bei iOS, macOS und iPadOS vorinstalliert. Für Geräte von anderen Herstellern gibt es keine neuen Versionen mehr. Online gibt es zwar immer noch Versionen zum Download. Da es aber keine Sicherheitsupdates für Windows und Co mehr gibt, raten wir dringend von der Nutzung ab. Dennoch ist er laut Statcounter der zweitmeiste genutzte Browser. [https://gs.statcounter.com/browser-market-share] Mittlerweile gibt es bereits die 14. Auflage des Browsers, der häufig upgedatet und neu aufgelegt wird. Die hohen Anteile lassen kommen aber vor allem über die mobile Nutzung auf iPhone und iPad und nicht in der Desktop Version zustande. Auch Safari bietet eine personalisierbare Startseite. Der Browser beruht nur auf Entwicklungen von Apple und greift nicht auf andere Dienste, wie etwa Google zurück. Diese sind aber nicht Open Souce. In Puncto Funktionsumfang und Schnelligkeit ist Safari unbestritten einer der besten Browser. (https://de.wikipedia.org/wiki/Safari_(Browser)#Eigenschaften) Darüber hinaus ist er perfekt in iOS integriert und macht die Nutzung dort extrem einfach und intuitiv. Darüber hinaus verbraucht Safari deutlich weniger Ressourcen als etwa Chrome und kommt mit wenig Arbeitsspeicher aus. https://www.giga.de/news/chrome-vom-mac-verbannen-deshalb-jetzt-lieber-mit-safari-surfen/

Sicherheit

Auch beim Datenschutz macht Safari ernst. Seit 2016 hat der Browser einen Tracking Schutz integriert. Das ist insofern nicht selbstverständlich, da Safari kein Browser ist der den Sicherheitsaspekt vermarktet. Außerdem bietet Safari die Möglichkeit Third-Party Cookies komplett zu blockieren. Das sind Cookies, die nicht von der besuchten Seite gesetzt werden, sondern von externen Diensten.

Apple hat seinen Sitz im kalifornischen Cupertino. Dies ist für die Nutzer:innen ein Problem. Apple gehört zum PRISM- Überwachungsprogramm. Dieses Tool gehört zum Überwachunsapparat der NSA und dient der Auswertung von elektronischen Medien und Daten. Damit ist zum eine Überwachung der Apple Geräte in großem Stil möglich. Diese Praxis der NSA war 2013 durch die Enthüllungen des Whistle Blowers Edward Snowden bekannt geworden.

Dazu hat Apple einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen. Dieser betrifft zwar wiederum nicht direkt Safari, sondern die Apple Geräte an sich. Auf diesen wurde eingeführt, das diese lokal nach Missbrauchsmaterial durchsucht werden können. Dies dient offiziell zur Prävention von Kinderpornographie. Damit ist dennoch ein Mittel geschaffen mit dem Apple (oder wer auch immer) die Geräte gezielt nach bestimmten Inhalten durchsuchen kann. Edward Snowden kritisierte diese Praxis scharf. Apple Geräte würden jetzt nicht mehr ihren Nutzern dienen, sondern Apple.

[https://www.heise.de/news/NSA-Whistleblower-Edward-Snowden-Apple-erklaert-Privatsphaere-den-Krieg-6175146.html]

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Zusammenfassung

Die Frage, ob Sie Safari nutzen sollten oder nicht, ist natürlich nur für Apple NutzerInnen relevant. Allen anderen stellt sich diese Frage nicht. Dennoch dürfte sie nach den neuesten Entwicklungen etwas einfacher zu bewerten sein. Safari ist ein guter Browser, der außerdem Privacy Features bietet. Das Problem ist mittlerweile Apple selbst und die Geräte. Die wirklich wichtige Frage ist wovor Sie sich schützen wollen. Bei Tracking, Werbung und Malware sind sie mit Apple gut bedient. Wenn Sie aber so gut es geht vor staatlicher Überwachung sicher sein wollen. So gut das überhaupt möglich ist. Dann ist der Griff zu einem Apple Gerät der falsche Schritt. Welchen Browser Sie dann nutzen ist im Ergebnis dann sowieso egal.

Google Chrome

Google Chrome ist der weltweit mit Abstand am häufigsten genutzte Browser. Das hat auch seinen Grund. In Vergleichen mit anderen Browsern schneidet er oft am Besten ab. Google Chrome ist ein technisch sehr guter und schneller Browser. Mittlerweile haben aber auch andere Browser beim Thema Schnelligkeit stark zugelegt. Er basiert in großen Teilen auf dem bereits erwähnten Open Source Projekt Chromium. Allerdings ist er anders als beim Browser Chromium der Quelltext nicht vollständig öffentlich. Der Browser wurde erstmalig 2008 für Windows veröffentlicht. Außerdem ist Google Chrome für iOS, MacOS und Linux verfügbar. Außerdem ist er der Standard Browser bei allen Android Geräten. Dies ist ein weiterer Grund für seine weite Verbreitung. Chrome erhält sehr regelmäßige Sicherheitsupdates und alle sechs bis sieben Wochen eine neue Version. Darüber hinaus kann Google mit einer Vielzahl an Ad-Ons Punkten, mit denen sich das Surfen bequemer gestalten lässt. Bei Ad-Ons sei aber noch einmal an das Browser Fingerprinting [verweis] erinnert.

Google Chrome bietet wie viele andere Browser auch einen sog. Inkognito Modus. In diesem speichert der Browser lokal, also auf dem Gerät, keinerlei Informationen wie etwa Suchverläufe oder ähnliches.

Aus technischer Sicht nutzt Google die Browser Engine Blink (https://www.chromium.org/blink). Diese wird von verschiedenen Firmen wie Google, Intel und Samsung gemeinsam entwickelt.

Sicherheit

Google hat bei Installation einen Standard Schutz gegen bekanntermaßen schädliche Websiten, Downloads und Inhalte eingestellt. Darüber hinaus bieten die Sicherheitseinstellungen des Browsers die Möglichkeit „Erweitertes Safe Browsing“ einzurichten. Dies soll Schutz gegen schädliche Websites und Downloads bieten und bei Datenleaks warnen. Allerdings werden für diese Funktion Browserdaten an Google geschickt. Hierin liegt der stärkste Kritikpunkt an Google Chrome. Der Browser mag einen guten Schutz gegen äußere Angriffe bieten, liefert aber eine Vielzahl an Informationen intern an Google. Aus Privacy technischer Sicht ist er damit völlig unzureichend. Eine eindeutige Identifikationsnummer, um jeden Browser zuordnen zu können gibt es zwar nicht mehr, aber es werden weiter fleißig Daten gesammelt. Das lässt sich auch nicht Unterbinden. Manche Datenerhebungen, wie etwa bei der Vervollständigung von Suchergebnissen sind zwar optional und können abgeschaltet werden, das gilt aber nicht für alle.

Ein Reporter der Washington Post, der eine Woche die Aktivitäten des Browsers beim Surfen beobachtet hatte, nannte ihn sogar eine Überwachungs-Software. [https://www.washingtonpost.com/technology/2019/06/21/google-chrome-has-become-surveillance-software-its-time-switch/?noredirect=on] Das basierte vor allem auf der ungeheuren Menge an Cookies, die der Browser zulässt. Die meisten davon von Google selbst. Dazu passt, das Google ankündigte auf Cookies von Drittanbietern zu verzichten. [https://www.sueddeutsche.de/digital/google-chrome-cookies-tracking-datenschutz-1.5249493] Was auf den ersten Blick gut klingt, ist hat den Ausbau der Vormachtstellung von Google zur Folge.

Zusammenfassung

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Google Chrome hat einen Marktanteil von weit über 50%. Und das nicht ohne Grund. Der Browser funktioniert hervorragend und ist sehr bequem nutzbar. Cookies erleichtern browsen unbestreitbar, wie etwa durch gemerkte Passwörter oder Suchverläufe. Noch dazu hat soll er ein langjähriges Problem behoben haben. Zuvor stand in der Kritik, dass der Browser enorme Mengen an Arbeitsspeicher einnehme. Mit einer Beta- Version dieses Jahr soll dies behoben werden. [https://www.netzwelt.de/news/186537-google-chrome-beta-version-behebt-jahrelangen-kritikpunkt-browser.html] Auf der anderen Seite ist der Browser ein Sicherheits-Alptraum. Er lässt innerhalb von einer Woche mehrere tausende Tracker zu [wieder WP]. Außerdem lässt sich der Datenfluss zu Google in den Sicherheitseinstellungen nicht ganz unterbinden. Auch wenn es eine Umstellung von Ihrem gewohnten Browser ist, empfehlen wir dringend einen Wechsel weg von Google Chrome.

Opera

Opera ist ein proprietärer Browser, der bereits sehr lange existiert. Das bedeutet seine Software ist nicht öffentlich zugänglich. Veröffentlicht wurde er 1994. Ursprünglich mussten Nutzer:innen den Browser kaufen. Mittlerweile ist er kostenlos. Das norwegische Unternehmen Opera Software entwickelt den Opera Browser. Diese Firma gehört mittlerweile einem chinesischem Konsortium. Die Aktionäre von Opera hatten 2016 nach schlechten Jahren für diesen Verkauf gestimmt. Neuer Eigentümer ist nun der Golden Brick Silk Road Equity Investment Fund II LLP.

Heute ist die Opera Desktop Version nutzbar für Windows, MacOS, Linux, Solaris und FreeBSD. Für mobile Geräte gibt es zwei verschiedene Versionen von Opera. Zum einen gibt es Opera Mobile für Smartphones und Tablets mit Android. Zusätzlich gibt es Opera Mini, das auch auf iOS genutzt werden kann. Darüber hinaus ist Opera auf vielen weiteren Geräten wie etwa Spielekonsolen verwendbar.

Bis 2013 griff Opera auf einen eigenen Renderer zurück. Seitdem basiert er auch auf Chromium.

Opera hat viele Features um die Bedienung zu erleichetern. So gibt es eine Seitenleiste mit verschiedenen Messengerdiensten und das Surfen mit vielen Tabs wird Nutzer:innen sehr einfach gemacht. Die Funktion „Mein Flow“ bietet die Möglichkeit einer Verknüpfung zwischen mobilem Gerät und dem Desktop. Das klappt dank QR-Codes sogar ohne einen Account anlegen zu müssen.

Sicherheit

Opera legt besonderes Augenmerk auf das Thema Sicherheit. Dafür hat der Browser einen eigenen integrierten VPN. Dies lässt sich ganz einfach durch einen Regler neben der Browserleiste einstellen. Nutzer:innen haben dann die Möglichkeit einen virtuellen Standort auszuwählen. Dies dient dazu den eigenen Standort zu verschleiern und umgeht Geo-Blocking. Opera zeigt die Menge an Daten an, die über die Verbindung übertragen wurden, sowie die IP Adresse.

Das ist aber noch nicht alles. Opera blockt auf Wunsch Werbung, Tracker, Phishing und Mining Skrypte. Sog Mining Skripte nutzen den Computer, um mit dessen Rechenleistung Crypto Währungen zu schürfen. Diese Extrafunktionen sind nicht automatisch eingeschaltet.

Mit einem Crypto Wallet kann man in Opera dafür aber einfach eigene Kryptowährungen verwalten. Das ist nützlich für anonyme Zahlungen im Internet.

Wie sicher die Zusatzfunktionen von Opera sind und ob man sich komplett auf diese verlassen sollte, ist aber fraglich.

In einem Test des PC Magazins gelang es den Blockern nur 40% der Werbetracker auszuschalten. [https://www.pc-magazin.de/vergleich/google-chrome-firefox-opera-edge-browser-sicherheit-test-vergleich-3200773-17382.html] Ein weiterer Test ergab, dass Geräte auch mit dem Tracker Schutz von Opera einen Fingerabdruck im Netz hinterlassen. [Siehe oben Fingerprinting]

Fazit

Auch bei Opera handelt es sich um einen guten Browser. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da er wie die meisten hier vorgestellten Konkurrenten auf Chromium basiert. Große Unterschiede in der Leistung sind also nicht zu erwarten. Daher spricht für Opera sein Funktionsumfang. Er bietet verschiedene Versionen und hat nützliche Extras. Die Frage ist nur, ob die Extras im Bereich Sicherheit ausreichend sind. Opera muss sich hier Firefox geschlagen geben. Ein Fragezeichen wollen wir außerdem hinter das chinesische Eigentümer Konsortium stellen. 2020 gab es bereits erste Ermittlungen amerikanischer Behörden, da gegen Wettbewerbsrecht verstoßen worden sein soll. [https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-aerger-Opera-Browser-Entwickler-Vorwuerfe-24860735.html ]

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